DIE KERNFORSCHER

Ruth Betz Kleine Hacks für erfolgreiche Führung im digitalen Zeitalter Kapitel 6: Wer anderen keine Grube gräbt… 7. Juni 2016

Der Ausfall der Lichtanlage hatte nur ein paar Minuten gedauert. Rudy, Florian und Curtis hatten zum Glück den Fehler in der Schaltanlage schnell gefunden und nun war das Studio wieder hell erleuchtet. Franka saß an ihrem Platz im Social Media-Raum und starrte konzentriert auf den Bildschirm. Eben hatte sie James, der etwas blass um die Nase war, ein paar Halsbonbons und eine Tasse heißen Tee mit Honig gebracht. Hoffentlich würde es gleich besser mit seiner Stimme. Im Moment saß er bei Bella in der Technik. Mr. X war noch immer bei Lesli Mingfei Schneider.

14:15 Uhr

Auch wenn die Uhr ihres Rechners erst viertel nach zwei zeigte, kamen ihr die letzten Stunden wie eine Ewigkeit vor. Von ihrem Platz aus konnte sie sehen, wie Rudy mit seinen Gästen die Couchkuhle eingenommen hatte und bereits in ein lockeres Gespräch vertieft war. Rechts neben ihm, auf dem Sofa, saß Kesha W. McClelland, die quirlige und sommersprossige Gründerin von “2Splittly”, einem Online-Magazin für außergewöhnliche Geschäftsideen im Internet. Rechts von ihnen Dr. Torril Laray, die sich mit ihrer “Laray Communications” auf Shitstorms spezialisiert hatte. Vielleicht sollte sie sicherheitshalber nach dem Talk mal ein paar Worte mit ihr wechseln, dachte Franka. Links neben Rudy saß Tim Schumacher, der mit der Suchmaschine “Triggery” gerade Furore machte. Eine Suchhilfe, die die Privatsphäre der Suchenden schützte und Ergebnisse bevorzugte, die nachhaltig, fair und irgendwie groovy waren. Zum Schluss Wolfgang Lowe, der einzige im Anzug und ein Vertreter von “Giga Gadgets”, einem mittelständischen Unternehmen, das biologisch abbaubares Verpackungsmaterial produzierte.

Franka schaltete ihre Lautsprecher an. Sie konnte hören, wie Torril Laray aus dem Nähkästchen plauderte: “Ach, so ein Shitstorm ist gar nicht so schlimm, wenn Du weißt, wie Du damit umgehen musst. Viele werden gleich panisch und schließen ihre Social Media-Kanäle komplett. Oder sie versuchen das einfach auszublenden und posten irgendeinen positiven Scheiß dagegen, damit die Kommentare möglich schnell nach unten wandern.” Torril lachte: “Aber das ist grundverkehrt. Dümmer kann man nicht vorgehen.” “Krass”, warf Curtis ein. Er stand neben dem Sofa, außerhalb des Kamerabildes. “Ja allerdings”, meinte Torril: “Manche gehen auch richtig in Angriffsposition und fallen über die User her. Das kommt natürlich auch nicht gerade gut an, wie man sich denken kann”. “Und? Was sollte man dann tun?”, wollte Rudy wissen. “Tja, was würdet ihr denn im echten Leben machen?”, wollte Torril wissen. Kesha W. McClelland war die erste, die eine Antwort parat hatte: “Ich würde mit den Leuten reden”. “Und was, wenn es hunderte sind?”, fasste Torril nach. “Hm, dann würde ich versuchen, allen meine Position deutlich zu machen.”
“Vertrittst Du denn jeden, der gerade Ärger an der Backe hat? Auch die, die es verdienen?”, schaltete Tim Schumacher sich ein. “Du meinst auch die, die wirklich Dreck am Stecken haben?”, hakte Torril nach. Tim nickte. “Nö. Aber manche verdienen eine Chance. Ich versuche mir den Fall schon genau anzugucken”. “Wie viel Zeit haben wir noch?”, fragte nun Wolfgang Lowe dazwischen und kramte in einem Pappkarton, den er mitgebracht hatte. Franka fand ihn nicht sehr sympathisch, aber hätte gar nicht mal sagen können, woran das lag. “Ich will Ihnen nämlich noch was zeigen! Nicht, dass am Ende keine Zeit dafür ist”, übernahm Wolfgang die Führung. “Äh, ich glaube dass Torril noch nicht ganz fertig war, oder Torril?” “Doch, doch. Ich kann ja nachher noch was dazu sagen”, stimmte sie zu. “Das würde mich auch interessieren”, meinte Tim, wandte sich aber dann wie die anderen dem Tisch zu, auf dem Wolfgang mehrere Folien ausgebreitet hatte. Fast hätte eine in einer Kerze Feuer gefangen… “Also, das hier sind jetzt vier Varianten unserer Ultrafine-4Nature-Edition. Alle aus abbaubaren, nachhaltigen Materialien. Günstiger als die Verpackungsfolien vieler Mitbewerber. Die hier zum Beispiel…”, Franka schaltete die Lautsprecher aus und wandte sich wieder ihren Monitoren zu.
Die Zahl der Stream-Teilnehmer war gut. Sogar sehr gut: 11.675 User. Doch nun gab es die ersten Kommentare zu Lowe:
“Rgd_de: Mann ist der langweilig… gähn” stand da, gefolgt von einem
“Biff: Mensch, der kann doch einpacken ;-)” und einem
“Dr. Blur: Die eben war interessanter” sowie
“Grognak: Und geiler”

Franka schaute zu Wandas Tisch hinüber. “Wanda?”, rief sie. “Ja, Franka, ich sehe schon. Bei Twitter wird der auch nicht gerade prickelnd aufgenommen. Jeden fünften Tweet muss ich löschen. Jeder zwanzigste ist nicht jugendfrei”. “Gut, warten wir noch ab. Aber Herr Lowe soll auch seine Zeit bekommen. Ist ja keine schlechte Idee, das mit den Folien”, meinte sie. “Ja, aber er könnte es ruhig etwas spannender verpacken…”, meinte Nia vom Nebentisch. “Bei Facebook hat einer übrigens so ein ekeliges Bild mit einem toten Fisch…” “Mensch Nia, lass das. Hauptsache Du löscht die gleich wieder.” “Soll ich wirklich Franka? Torril meinte doch…”. “Ja, stimmt. Also, wenn die Beiträge nicht jenseits von Gut und Böse sind, dann lasst sie drinnen. Aber bitte reagiert darauf. Wir müssen zeigen, dass wir präsent sind. Ich…”

“Hallo Mami”, wurde sie unterbrochen. In der Tür standen ihre beste Freundin Georgia Petreira und ihre kleine Tochter Anabel. “Holla Franka, wie läuft´s?” fragte Georgia, während Anabel auf ihre Mutter zulief und sie heftig umarmte. “Hallo mein Spatz. Hallo Georgia, prima. Alles prima”, antwortete sie und zu ihrer Tochter gewandt sagte sie: “Du nimmst Dir einfach wieder den Malblock und setzt Dich noch einen Augenblick in den Pani… äh, den schönen grünen Raum hinten. Lesli kann Dir zeigen, wo Du noch mehr Buntstifte findest”. Anabel legte ihre Kita-Tasche ab und hüpfte davon.

“So schlimm?”, Georgia sah sie besorgt an. “Na ja, könnte schlimmer sein. Aber ein paar kleine Problemchen gibt es schon. Der Moderator ist weg. Rudy aus der Technik sitzt mit den Gästen oben, schlägt sich aber ganz gut. Wir haben ein paar auf unseren Seiten, die rumpöbeln, und vorhin ist sogar das Licht ausgefallen”, zählte Franka auf. “James ist heiser und dabei rufen bestimmt die Janssens nachher an und er kann mit dem alten Janssen doch am besten”. “Isch kann Disch helfen. Isch kann mache Snacks für die Gäste”, bot die junge Portugiesin an “Und Dein Café?”, Franka zögerte. “Isch hab eine Ersatz. Não há problema”. “Danke Georgia. In der Küche findest Du alles. Sonst frage bei Lesli am Empfang nach…”.

14:45 Uhr

Die Kommentare wurden zunehmend rauer. Außerdem ging es immer seltener um Inhalte. Doch das Schlimmste war, dass die Kommentatoren nun begannen, sich mit den anderen Besuchern der Webseite anzulegen, sie teils sogar beschimpften. Dabei gab es doch keinen Grund dazu, überlegte Franka. Irgendjemand, wahrscheinlich Florian, hatte das Kamerabild auf den Tweetbot umgeschalten. Sie drehte den Lautsprecher wieder ein und hörte, was der kleine Roboter auf der Stelle wackelnd zum Besten gab:

“Dieser Website gebe ich noch ein paar Monate, dann macht die wieder dicht”
“Ein paar Wochen.”
“Ein paar Tage”
“Stümperei hoch10!”
“So ein Scheiß Talk. Das kann ja meine Oma besser”
“Bitte benehmt Euch. Dies ist ein offizieller Account von PocketStreamingTV!”
“Ich bin so wütend. Nur Deppen hier!”
“Ein paar Stunden!”
Der Tweetbot hielt gar nicht mehr still. Endlich war wieder die Talkrunde zu sehen. Die Kamera zoomte auf Rudy, dem die ersten Schweißperlen auf der Stirn schimmerten. “Ey, lasst mich auch mal auf die Couch”, rief Curtis und zwängte sich zwischen Kesha und Rudy. “Hi, Kesha, ich bin Curtis und heute Co-Moderator”. Rudy bedachte ihn mit einem leichten Kreischblick. “Das weiß ich doch, Curtis”, erwiderte Kesha augenzwinkernd und schüttelte seine hingestreckte Hand. “Du Rudy, Du musst auch mal mit den Zuschauern sprechen”, forderte Curtis ihn auf. “Passen Sie doch auf! Jetzt hätten Sie fast die Gigamax-Slimfine vom Tisch gerissen”, unterbrach Lowe ihn. Irgendwie schien sich keiner mehr für seinen Vortrag zu interessieren.
Doch Rudy, der eben noch etwas geistesabwesend gewirkt hatte, schaltete sich nun wieder ein: “Äh, ja danke Wolfgang. Wirklich interessante Produkte. Du kannst uns und den Zuschauern gleich noch etwas dazu erzählen, aber wollen wir nicht auch die anderen noch mal zu Wort kommen lassen?” “Ey Rudy, ich hol mal ein paar Snacks, oder?”, wisperte Curtis und war schon aufgesprungen. Rudy ließ sich nicht beirren: “Gut, Tim, Du hast ja noch gar nichts von Dir erzählt. Was ist das denn nun genau für eine Suchmaschine, Deine Triggery?”, brachte er den Gründer ins Gespräch.
“Aber ich bin noch nicht fertig”, maulte Wolfgang wie ein Teenager, was seltsam anmutete, weil er nicht nur optisch der Älteste von allen war, sondern sich auch sehr um einen gesetzten Eindruck bemühte. “Gleich Wolfgang”, wollte Torril ihn beruhigen, doch Lowe blaffte nur zurück: “Das haben Sie nicht zu entscheiden”. Eine peinliche Pause folgte, in der sich der Tweetbot wieder meldete:
“Was ist denn das für ein Vogel. Unmöglich!”
“Der ist scheißer als Scheiße mit seinem Plastik!”
“Das ist ein hoch effizientes, kompostierbares Biokunststoffsystem!” rief Wolfgang Lowe so laut, dass es eine kleine Rückkopplung gab.
“Langweiliger Idiot”
“Torftrottel”
“Biobumsbirne”
“Schaltet sofort diesen Roboter aus, sonst mache ich das”, schrie Wolfgang Lowe jetzt noch lauter und sprang auf. Die Kamera hatte ihre Mühe, ihn im Bild zu behalten.

“Voll krasse Action hier”, grinste Curtis, der mit einigen Schokoriegeln für Rudy zurückkehrte. Rudy griff tatsächlich zu. Offenbar hatte er vergessen, dass alles live zu sehen war. “Aber Wolfgang…”, setzte er an. “Lowe ist mein Name, Herr Lowe, wenn es Recht ist”, polterte der nun jedoch erst richtig los und es war offensichtlich, dass er sich immer weiter in Rage redete. Torril Laray versuchte ein Schmunzeln zu unterdrücken.

“Der ist ja wie eine tickende Zeitbombe”, rief Manfred, der eben an Frankas Tisch herangetreten war. “Wenn Rudy den nicht stoppt, zerlegt der uns noch das Studio”, befürchtete Franka. “Was für eine peinliche Mann, pah!”, sagte Georgia, die noch immer in der Tür stand und das Studiogeschehen auf dem großen Monitor verfolgte. Wanda und Nia stöhnten abwechselnd. Anscheinend hatten sie alle Hände voll mit den Usern zu tun, die über Twitter, Facebook und YouTube marodierten. “Ob das neue Trolle sind?”, grübelte Manfred. “Ich weiß nicht, sie benehmen sich nicht so”, meinte Franka. “Ich finde aber, sie benehmen sich genau so!”, erwiderte Manfred.

“Was machen wir?”, fragte James beim Hereinkommen. Er war mittlerweile so heiser, dass er kaum zu verstehen war. Hinter ihm schnüffelte Bella verschlafen herum, ihr Pony vom Kuscheln total zerzaust. Was wohl geschehen würde, wenn sie und Mr. X aufeinander träfen, fragte sich Franka. “Seid Ihr gar nicht auf Mr. X gestoßen? Eben war er noch an der Rezeption bei Lesli…”, wollte sie von James wissen. Der schüttelte den Kopf.

“Meint Ihr, wir müssen Lowe bändigen?” “Nein, der beruhigt sich schon wieder. Wer anderen keine Grube gräbt…”, holte Franka aus. Doch in diesem Moment entstand ein kleiner Tumult im Studio. Wolfgang Lowe war zum Newsdesk gelaufen und hatte den Roboter gepackt. Die Handkamera von Mads zeigte, wie er an dem Gerät herumfummelte – wahrscheinlich, um den Ausschalter zu finden. Und irgendein Spaßvogel reagierte sofort darauf:

“Du bekommst mich nicht ausgeschaltet. Ätsch”, kam es aus dem Roboterlautsprecher, für alle gut hörbar.
“Das schaffen nur die Schlauen”
“Ich drehe Dir den Hals um”, rief Lowe, während er den Roboter hektisch drehte und wendete. Schon war Rudy bei ihm: “Bitte stellen Sie den Tweetbot wieder hin”. Rudys Kopf war puterrot, doch seine Stimme klang noch immer moderat. “Sie können uns ja auch noch mal Ihre Folien zeigen”, bot er an. “Und ich mach den Bot selber aus!”
“Ich habe Superkräfte. Mich schaltet keiner aus”, kam es vom Roboter.
“Endlich kommt Leben in die Bude.”
“Der Mann hat doch einen an der Murmel.”
“Wanda, wieso filterst Du diese Kommentare nicht aus?”, fragte Franka die Praktikantin, doch dann realisierte sie, dass diese ja neben ihr stand. “Aber sie haben doch gesagt, nur wenn…” “Ich finde, die Grenze ist so langsam überschritten”, gab Franka zurück. “Stimmt, ich gehe mal kurz nach oben”. Manfred setzte sich in Bewegung. “Warum hat denn Rudy keinen Knopf im Ohr oder so was?”, fragte er. “So was haben wir gar nicht, oder?” Alle zuckten mit den Achseln. “Wanda, bitte filtere sofort die Tweets. Alles, was den Lowe noch wütender machen könnte, unterdrückst Du”, bat Franka Wanda, die sofort zu ihrem Schreibtisch düste. Doch es war zu spät…
Im Studio eskalierte die Situation. Lowe sah gar nicht ein, sich zu beruhigen – und das obwohl der Tweetbot in seiner Hand einzulenken schien:
“Ich finde die Sendung spannend.”
“Ja, ein gutes Format.”
Im Gegenteil: Lowe geriet nun mit Rudy in ein kleines Handgemenge, hielt den Roboter aber noch immer fest umklammert.

Franka griff nach dem Telefon und rief in der Technik oben an. Jemand hob ab: “Hallo?”, erkannte sie Florians Stimme. “Hallo, hier Franka. Flo, Du musst aufpassen mit der Bildregie, sonst nehmen uns die Zuschauer noch die Sendung auseinander”. “Wieso?”, fragte Florian zurück. Er schien etwas ungehalten. “Na ja, bitte zeig nicht unbedingt den Ringkampf der beiden. Die andere Kamera ist doch bestimmt noch bei den Talkgästen…”, erklärte Franka. “Aber das hier ist doch viel spannender.” Franka atmete tief. “Ich weiß, aber im Moment versuchen wir erst mal etwas Ruhe reinzubekommen. Wir müssen mit dem Talk weitermachen!” “In Ordnung”, Florian Goldzin legte auf und Franka sah wieder zum Bildschirm. Genau in dem Moment nahm Rudy Wolfgang in eine Art Schwitzkasten. Und endlich gelang es Curtis, ihm den Tweetbot zu entwinden. Lowe wehrte sich zwar, aber wenige Sekunden später musste er nach- und den kleinen blauen Roboter freigeben.
“Danke” sagte der Roboter.
“Gern geschehen” antwortete er sich selbst.

In diesem Augenblick betrat Manfred das Studio. Flo hatte ganz offensichtlich das Bild noch nicht gewechselt. Die Kamera von Mats zeigte seinen Auftritt. Franka sah, wie er auf Curtis zuging und ihm etwas zuflüsterte, worauf Curtis Lowe losließ und nach draußen eilte. Manfred beugte sich zu Rudy vor und raunte ihm etwas ins Ohr. Der löste seinen Griff, Lowe befreite sich augenblicklich. Manfred signalisierte Mats, dass er nicht gefilmt werden wolle und machte sich, rückwärts gehend, wieder auf den Weg nach draußen.

Wütend versuchte Wolfgang Lowe sich von seinem Funkmikro zu befreien, während er zum Tisch zurückstampfte. Doch das hatte Curtis gut verdrahtet. Auch Rudy kam zurück, nachdem er den Tweetbot ausgeschaltet und auf seinen Platz verfrachtet hatte. Er setzte sich, strich sein T-Shirt und seinen Bart glatt und sprach in die Hauptkamera: “Hallo ihr alle draußen. Entschuldigt die kleine Störung. Jetzt geht´s weiter”. Und zu den Gästen gewandt: “Wo waren wir stehen geblieben?” Doch Wolfgang Lowe hatte nun endlich das Mikro, samt Kabel und Empfangsbox unter seinem Anzug hervorgekramt und schmiss es krachend auf den Tisch. “Das ist mir zu dumm hier”, sagte er mit einer leisen, gefährlich klingenden Stimme, griff sich Folien und Tasche, stürmte mit großen Schritten zur Studiotür hinaus.

Rudy schaute bemüht unschuldig: “Schade, aber dann kann es ja endlich weitergehen. Übrigens, wer sich jetzt noch traut, mit dem führe ich gern gleich noch ein intensives Einzelgespräch in unserer Blackbox da drüben”, grinste Rudy. Er wies auf die andere Seite und die Stühle vor dem schwarzen Hintergrund. “Gern”, ergriff Dr. Torril Laray als erste das Wort. “Und wenn Ihr mir noch so einen leckeren Mandeltee bringt, dann erzähle ich euch noch ein bisschen was über unliebsame User-Kommentare und wie man damit umgeht”, fügte sie verschmitzt an. Alles lachte. “Aber klar”, meinte Rudy und atmete auf.

“Was für ein Desaster…”, dachte Franka, als sie hörte wie sich Lesli Mingfei Schneider von Wolfgang Lowe verabschiedete. Doch als sie auf den Streaming-Counter, die Anzahl ihrer Live-Zuschauer checkte, glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen. Dort standen sage und schreibe 61.402.

 

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Katrin Klemm

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Kapitel 6: Wer anderen keine Grube gräbt… Juni 7, 2016

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