DIE KERNFORSCHER

Energetisch führen 16. November 2016

Führen – Fluch oder Chance…Ein Stöhnen zieht durch deutsche Lande: »Ach, wie schön könnte mein Job sein, hätte ich bloß einen besseren Vorgesetzten. Keinen Choleriker, der dauernd herumbrüllt. Kein Alpha-Tierchen, das auf Dominanz und Härte setzt.« Solche Wünsche scheinen wohlbegründet, glaubt man einer aktuellen Studie des Instituts für Psychologie der Universität Oldenburg, die beinhaltet, was DIE WELT mit dem Titel »Jeder dritte Chef ist ein harter Hund« zusammenfasst. Eine solche Person (männlich oder weiblich) sei der Auffassung, dass Gefühle und Empathie im Geschäftsleben keine Rolle spielen sollten. Traurig, finden wir KERNFORSCHER. Aber Gott sei Dank gibt es ja auch »die Anderen«. Solche wie Frank Appel, Chef der Deutschen Post, der CEO mit »Chief Energy Officer« übersetzt. »Ein Dirigent, der die Energien im Unternehmen lenkt.« Um eine solche Aufgabe bewerkstelligen zu können, braucht eine Führungskraft aber erst einmal selbst genügend positive Energie. Wo kriegt sie die am besten her?

Oben pfeift ein scharfer Dauerwind

Eines ist klar: Die Anforderungen sind für Mitarbeiter und Manager in den letzten Jahrzehnten immer komplexer geworden. Denn die Arbeitswelt verändert sich stetig und immer schneller. Unser hektisches Informationszeitalter mit seiner rasanten technischen Entwicklung, mit Globalisierung und demografischem Wandel fordert uns alle immer stärker heraus.

Doch weiter oben pfeift ein scharfer Dauerwind – und das gleich aus zweifacher Richtung. Denn Führungskräfte müssen nicht nur mit ihren eigenen stressigen Arbeitsbedingungen umgehen, sondern zusätzlich mit den Reaktionen ihrer Mitarbeiter auf immer höhere Anforderungen. Das alles darf natürlich und auf gar keinen Fall als Entschuldigung für die schwarzen Schafe in Führungspositionen gelten. Aber: Wir möchten an dieser Stelle mal auf die weißen Schafe aufmerksam machen, die in den Medien eher zu kurz kommen. Diejenigen, die sich bemühen, gute Vorgesetzte zu sein und das Stöhnen ihrer Mitarbeiter ernst nehmen.

Was ist gute Führungs-Kraft?

Was gute Führung ausmacht, darüber gibt es unzählige Untersuchungen, Artikel, Buchtitel und Vorträge. Hier werden neben Intelligenz, analytischem Denkvermögen, überdurchschnittlicher Einsatz- und Lernbereitschaft, Flexibilität und Begeisterungsfähigkeit zum Beispiel Motivationsfähigkeit, kommunikative Kompetenzen, interkulturelle Managementfähigkeiten und eine ganzheitliche Denke genannt. Und als ob das nicht schon genug wäre – es geht noch weiter: Ein Standardwerk des Personalmanagements führt diesbezüglich eine fünfseitige Liste auf! Das sind so viele Anforderungen; die kann wohl kaum eine einzige Führungskraft in sich vereinigen. Superman und Superwoman kommen nämlich nicht aus unserer Welt.

Die 2013 erschienene, erste empirische Studie in Europa zum Thema »Weisheit in der Führung« kommt angesichts der immensen Anforderungen dann auch zu dem Ergebnis, dass eines unausweichlich scheint: Nämlich »… dass Unternehmen und Manager Grenzen erkennen, Grenzen des Machbaren, des Möglichen, des »Noch-mehr« auch in Bezug auf sich selbst.« Das bedeutet für Führungskräfte eben auch, mit der eigenen Kraft gut zu haushalten und Möglichkeiten zu finden, die ihnen frische Energie liefern. Physisch und psychisch.

Kernfusion statt Konfusion

Wir KERNFORSCHER zollen Menschen, die sich von hohen Anforderungen nicht entmutigen lassen bzw. ihr Bestes geben, um derlei Anforderungen gerecht zu werden, großen Respekt. Sie sind es, denen wir unsere Arbeit widmen. Unser Motto »Kernfusion statt Konfusion« steht dabei für unser Selbstverständnis, die Kraft und Potentiale von Entscheidern so zu bündeln, dass sie selbst, ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter davon profitieren.

Was für die Physik gilt, gilt nämlich auch im Business: Es sind Menschen, von deren Entscheidung es abhängt, ob Energie für Wachstum oder Zerstörung genutzt wird. Und ein guter, verantwortlicher »Chief Energy Officer« ist nur derjenige, der es versteht, auch mit seinen eigenen Energien verantwortlich umzugehen.

Starkmacher

In einem Interview fasste Dr. Ursula Wagner, Autorin der oben erwähnten Studie über »Weisheit in der Führung« zusammen, dass sich für den Faktor »Integrierende Führung« philosophische Reflexion und Coaching als statistisch signifikant bedeutsam herausgestellt hätten. Und es ist kein Zufall, dass es vor allem selbstreflexive Methoden wie Coaching, musisch-künstlerische Aktivitäten, körperliche Betätigung (gerne Yoga) oder Meditation sind, die in hektischen Zeiten Kraft geben. Denn hier findet man das Gegenteil von Stress: Ruhe. Durch diese erzielt man innere Balance und innere Stärke. Das klingt zwar esoterisch, ist aber sehr pragmatisch. Denn wer in seiner Mitte ruht, brüllt nicht im Unternehmen herum und schlägt nicht verbal auf seine Mitarbeiter ein. Dessen Power zeigt sich nicht in Machtspielchen, sondern darin, positive Energie und Aktivität auszustrahlen.

(Foto: Phillip Polster / pixelio.de)

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Katrin Klemm

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