DIE KERNFORSCHER

Portrait: Bella Bellas Gedanken 2: Vertrauen ist gut, mehr Vertrauen ist besser! 5. Juli 2016

Vertrauen ist gut, mehr Vertrauen ist besser! Das hört sich eigenartig an, stimmt‘s? Ist man doch gewohnt die Dinge zu kontrollieren.

Nicht nur als Mensch, auch als Hund, weiß man gern, woran man ist. Denn wie sieht eine Welt aus, die wir nicht überschauen können? Wie sehen wir selbst aus in einer Welt, in der wir die Übersicht verlieren? Wir taumeln umher, sind ihr hoffnungslos ausgeliefert. Jeder Schritt kann sich als fataler Fehler herausstellen, jede Entscheidung als persönliches Desaster.

Je mehr wir kontrollieren, je mehr wir beherrschen und dominieren können, desto sicherer fühlen wir uns. Desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass uns das Unheil kalt erwischt. Je berechenbarer das Leben um uns herum, desto weniger wird es uns womöglich Schmerz zufügen. Kein Wunder, dass unser Vertrauen dabei auf der Strecke bleibt.

Doch nehmen wir mal an, dass wir alle Kontrolle fahren lassen, na, zumindest das meiste davon. Nehmen wir an, dass wir die Welt nicht mehr als einen feindlichen Ort betrachten, sondern als freundlich, uns zugewandt und heilsam für die Seele. Und nehmen wir an, dass dies auch für jeden gilt, den wir treffen: Jeden! Ob Menschen oder Tier. Nehmen wir an, dass wir so mutig sind, all unsere Angst über Bord zu werfen und immer wieder neu zu vertrauen. Nicht nur der Welt um uns herum, sondern auch, und umso mehr, uns selbst. Wie groß wäre die Veränderung, die sich uns dann offenbart?

Niemals! Unmöglich! Viel zu gefährlich! Das könnte man denken und sicher ist was Wahres dran. Doch wie viel geht uns verloren, wenn unser Erdenplan nicht von Vertrauen, sondern Misstrauen, nicht von Zuwendung, sondern Ablehnung, nicht Liebe, sondern Angst geprägt ist? Wie viel geht uns verloren, wenn wir nicht lernen, immer wieder Mut zu fassen? Als Hund habe ich da vielleicht gut reden, denn ich habe nicht das erlebt, was Sie erlebt haben. Doch eins kann ich verraten: Mein Unglück fühlt sich genauso an. Meine Angst ist nicht kleiner. Und meine Hoffnung, dass mein Vertrauen nicht enttäuscht wird, nicht geringer. Doch trotz alledem spüre ich, dass ich mehr verliere als ich je gewinnen könnte, wenn sich mein Herz versteinert und meine Gedanken verdunkeln. Und ich weiß mittlerweile, dass mein Vertrauen die Hoffnung anderer nährt und deren Hoffnung wiederum das Vertrauen der nächsten. Und das ist gut, denn so wächst es immer weiter an und verändert die Welt als Ganzes.

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