DIE KERNFORSCHER

Portrait: Bella Bellas Gedanken 2: Gefallenwollen 3. Februar 2015

Bei Ihnen spielt so etwas sicher keine große Rolle, aber für einen Hund wie mich kann es ganz schön wichtig – ja manchmal sogar überlebenswichtig – sein zu gefallen. Sie müssen bedenken, als Hund ist man seinem Frauchen oder Herrchen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und kann es sich einfach nicht leisten, ihren Unwillen hervorzurufen. Sicher: Es gibt Hunde, denen ist so etwas ziemlich egal. Die machen was sie wollen, ohne sich um die Folgen zu kümmern. Sie sind unabhängig und frei. Aber am Ende müssen auch sie sehen wo sie bleiben. Doch das ist eher selten. Und es gibt Hunde, die sind noch zu jung und unerfahren; wissen noch nicht, dass sie sich mit anderen gut stellen müssen, um besser durch zu kommen. Wissen nicht, wo sie hingehören.

Wie seltsam ist es dann, wenn man auf Menschen trifft, bei denen man so sein darf wie man ist? Bei denen man über die Stränge schlagen darf und trotzdem akzeptiert und geliebt wird? Das ist eine andere Art von Freiheit. Eine, die im Inneren lebt, und die sich von allen Ängsten frei macht, die sonst so in einem hausen. So geht es mir im Moment.

Es ist ein großes Glück, wenn nicht sogar das größte, wenn man auf jemanden trifft, der einem diese Freiheit zugesteht. Die Freiheit sich zu entfalten, sich zu verändern, sich zu erfahren und selbst zu entdecken. Wie gesagt: Bei Ihnen spielt das bestimmt keine bedeutende Rolle, denn Sie können sicher stets das tun was Sie wollen. Oder? Aber als Hund gibt man gern die innere Freiheit für die Art von Sicherheit her, die die Liebe mit sich bringt.

 

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Katrin Klemm

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